Oschersleben 2006

 

Die 24 Stunden von Oschersleben 2006


Nur die Harten kommen … in den Garten !

Nun haben wir auch diese Hürde genommen, eine harte Woche liegt hinter uns und wir sind mit unserem Ergebnis mehr als zufrieden.

Innovation und Improvisation, dass sind die Stärken des Team Innodrom. Nachdem uns drei Wochen vor Beginn der German Speedweek 2006 der geplante dritte Fahrer abgesagt hatte, war einmal mehr Organisationstalent gefragt. Letzten Endes konnten wir einen "alten" bekannten für unser Team gewinnen. Heinz Platacis, World Endurance Weltmeister 2002 fuhr schon in Zolder für das Team Innodrom und überzeugt nicht nur durch seine Leistung! Stefan Merkens der schon mit eigenem Team des öfteren in der Endurance WM angetreten ist verstärkte uns mit Vater und Motorenguru Peter, Cateringchefin Mutter Tine und Freundin "Dschäss" in der Zeitnahme. Als Reservefahrer war auch ein alter bekannter mit im Boot, Agoston Rossival. Vati ist ja bekanntlich der beste….so steht es auch unseren Bike geschrieben, natürlich war unser Niggi auch mit dabei, samt Frau Jacky und Sohn Manuel.

Was war das für ein unbeschreibliches Wochenende für das Team Innodrom! Trotz intensiver Vorbereitungen machte uns das Fahrwerk unserer Suzuki GSX-R 1000 im freien Training zu schaffen… Fahrwerksprofi Rooske von Ohlins stand uns mit Rat und Tat zu Seite. Alle vier Fahrer pendelten sich bei den Rundenzeiten erst einmal bei 1:37 -1:38 pro Runde ein. Doch das blieb nicht lange so… im Qualifying hingegen purzelten die 1:34 - 1:35 und Ago schaffte eine 1:33 im letzten Qualifying.

Pitwalk, ein Erlebnis für jeden Fan einmal in die Boxengasse gehen die Motorräder anschauen, Autogramme holen und hübsche Gridgirls sehen…?! Oder doch ehr Gridboys…. Der Lacher war auf unserer Seite! Ursprünglich aus einem Witz unseres Managers entstanden, wurde die Aktion von unseren Mädls in die Tat umgesetzt. Unserer Manager sagte im letzten Jahr wenn wir nicht auch mal ein paar Gridgirls dabei haben gibt's für die Fahrer rosa Tütüs….ein Satz der Früchte tug…

Am Samstagstag den wir auf dem 24. Platz in der Startaufstellung,….oder besser da sollten wir stehen, soweit kam es erst nicht! Bereits nach der ersten Runde fuhr Heinz nicht in die Startaufstellung, sondern in die Box! Die Zündung machte große Probleme bei Beschleunigung und machte das Bike für das Rennen unfahrbar. Nun hatten wir 7 Minuten Zeit den Fehler zu finden und zu beheben, sollten wir nicht innerhalb von 7 Minuten in der Startaufstellung stehen müssten wir aus der Boxengasse starten….sprich von Platz 45. Die vermeintliche Fehlerquelle behoben schoben wir das Motorrad 2 Minuten von Ablauf der Frist in die Startaufstellung und hoffen! Doch alles hoffen half nichts, bereits nach der ersten Runde blieb Heinz auf der Strecke stehen und musste das Bike in die Box schieben.

Es stellte sich heraus das ein kleiner Pin einer Steckverbindung gebrochen ist….ein Fehler der kaum zu sehen ist… mit der Reparatur haben wir gleich zu Beginn des Rennens 16 Runden verloren. So tauschen wir den defekten Stecker an der Zündung aus und fuhren auf Platz 45 dem Feld hinterher. Mit dem Messer zwischen den Zähnen fuhren unsere Fahrer Heinz, Stefan und Ago Rundenzeiten von 1:35 und holten mehr und mehr auf. Es gab keinen weiteren Defekt und keinen Sturz bei uns im Gegensatz zu anderen Teams. Maco Moto musste mit technischem Defekt das Rennen aufgeben, ein Vorteil für uns den somit hatten wir einen Konkurrenten in unserer Wertungsklasse weniger vor uns. Pech hingegen hatte das Team Hepelmann unsere Boxennachbaren, super gestartet und unter den Top 20 im Rennen mussten Sie am Sonntag früh das Rennen aufgeben, aus einer nicht zu lokalisierenden Stellen am Motor trat Ölnebel aus… mit der Begründung "Lasst uns aufhören bevor wir die anderen auf der Strecke gefährden" sind Sie aus sportlicher Sicht die Gewinner der German Speedweek 2006! Wir ziehen unseren Hut vor dieser Entscheidung die nicht viele so getroffen hätten.


Für uns hingegen lief alles wie am Schnürchen, doch wir hatten die ein oder andere wirklich harte Nuss zu knacken. Einige Teams machten uns das Leben da schon ganz schön schwer. Unser Ziel war es in der Superproduction-Klasse mindestens auf Platz 3 zu kommen… dazu mussten wir aber erst einmal von der dreißiger Plätzen in Richtung Top 20 kommen… ein schwerer Kampf für unserer Fahrer bahnte sich an. Doch mit einem Podiumsplatz im Hinterkopf fuhren unsere Drei wie vom Teufel besessen die ganze Nacht Zeiten um 1:36 - 1:37 während sogar Teams die unter den Top 10 waren mit nur 1:39 - 1:40 unterwegs waren. Am Sonntagmorgen waren wir bereits auf Platz 17 angekommen und hatten uns den dritten Platz unserer Wertungsklasse erkämpft. Unter dem Motto ankommen ist die Devise gab unser Teammanager die Anweisung Cool bleiben und Platz halten an alle Fahrer raus. Platz zwei war außer Reichweite.

Wir verbesserten uns noch um einen Platz und kamen in der WM-Gesamtwertung auf Platz 14 ins Ziel und sicherten uns somit WM-Punkte. Warum Platz 14?, ganz einfach wir waren zwar nur auf Platz 16 ins Ziel gekommen doch vor uns waren zwei Motorräder der OPEN Klasse, dass ist eine Sonderklasse die keine WM-Punkte bekommt.

Doch viel schöner war der dritte Podiumsplatz in der Superproductionwertung!

Nach technischem Defekt von Platz 45 ins Rennen gestartet und auf Platz 16 ins Ziel und dazu noch dritte der Wertungsklasse, dass ist ein unglaubliches Ergebnis für die komplette Mannschaft!

Herzlichen Dank sagen wir dem Team Hepelmann für die super Zusammenarbeit, dem Team Merkens Motorentechnik für die super Unterstützung sowie allen Helfer, Freunden und Bekannten die uns nicht nur vor Ort unterstützt haben! DANKE für alle!

Herzlichen Glückwunsch auch an das Team SRU Racing für den Sieg in der Superproductionklasse !


Das nächste Rennen, 24h Bol d'Or im September.