Bol D'Or 2006 - Endurance FIM World Championship

Das Team Innodrom in Kooperation mit Eurosport - Saison 2006


Nur knapp vier Wochen nach der German Speedweek ist das Team Innodrom bereits wieder im Einsatz. Die letzte Herausforderung in diesem Jahr sind die 24 Stunden von Magny Cours oder auch Bol d'Or genannt. Für dieses Rennen hat sich eine ganz besondere Kooperation ergeben. Zusammen mit dem ehemaligen Endurance Team Eurosport Benelux und natürlich auch mit Unterstützung von Eurosport selbst wollen wir es den französischen Teams nicht einfach machen!

Nach einigen Strapazen sind wir am Montagabend in Magny Cours eingetroffen. Auf den Hinfahrt machte uns erst ein Schwertransport sprichwörtlich schwer zu schaffen, dass wurde dann nur noch von zwei Motorradcops und dem wirklich sturen Sheriffs am Eingang zum Fahrerlager überboten. Aber im Großen und Ganzen das übliche. Zu Beginn der Woche war das Wetter auch noch viel versprechend, im Gegensatz zu dem was sich seit zwei Tagen hier abspielt. Bis Mittwoch hatten wir gut 28 Grad und schwitzten wie verrückt, doch seit Donnerstag heißt es hier Land unter. Am Donnerstagabend kamen dann auch unsere holländischen Kollegen hier in Magny Cours an und unterstützen uns, dass arbeiten geht Hand in Hand und machten dem ganzen Team sichtlich Spaß. Roob van Eijs, Teammanager des Team Eurosport Benelux hat hier die Führung der Crew übernommen. Wie bereits in Le Mans mussten wir leider feststellen, dass die französischen Kommissare die alten Tage noch nicht überwunden haben. So werden wir auch hier mit absolut absurden " Möchtegernregeln " etwas an den Pranger gestellt. . .

Die Motorräder laufen sehr gut auf der 4.4km langen und schnellen Strecke die es mit ihrer langen Geraden wirklich in sich hat, der Fahrer muss hier von gut 270km/h auf 60km/h abbremsen! Im freien Training am Mittwoch gab es keine Probleme und Ago sowie Ruud konnten erste Erfahrungen auf der für sie neuen Strecke sammeln. Im Zeittraining am Donnerstag konnten wir, so wie es immer am schönsten ist auch keine Probleme feststellen. Es begann am Abend, Ruud stürzte im Nachttraining ( Ihn ist nichts passiert ) mit der K3 auf nasser Strecke, Verkleidung, Auspuff und ein paar Kleinteile waren hin, Lenkerstummer etwas verschoben doch nichts Schwerwiegendes. Das Team konnte den schaden schnell beheben, in der Zwischenzeit haben wir das Nachttraining mit unserer K6 fortgesetzt.

Im zweiten Qualifying am Freitagmorgen mussten wir leider auch einen Sturz hinnehmen. Ago ist mit der K6 auf die Strecke gefahren und kam bereits von seiner ersten Runde nicht über Start und Ziel. Mit der gestürzten K6 zurück in der Box begann der Tag, ebenfalls Verkleidung rechts ( Front, Unterteil, Heck leicht gebrochen), Auspuff und jede Menge Schlamm auf dem Bike. Ago erzählte und wie es dazu kam:" Ich kann so langsam, ich kann mir nicht erklären wie das passieren konnte." Beim Anbremsen einer Kurve ist auf einmal das Vorderrad weggerutscht. Wir erinnern uns, seit Mittwochabend ist ein Dauerzustand (wir haben uns schon überlegt ob wir uns nicht Jet Ski's besorgen sollten) denn die Rennstrecke ist bei starkem Regen teilweise wie eine Eisbahn. Doch auch das konnte uns nicht aus den Bahn werfen, trotz zweier Stürze und der sehr starken französischen Konkurrenz stehen wir auf Platz 32 in der Startaufstellung ( 67 Teilnehmer waren es im Qualifying ).

Nun zum Rennen, Ago war der Startfahrer, leider erwischte er den "Knopp" nicht gleich und fuhr nach der ersten Runde auf Platz 54 über die Ziellinie. Er machte seinen Fehler jedoch wieder gut und beendete seinen ersten Turn dann auf Platz 27. Während dem Rennen hatten wir was das Motorrad und die Reifen angeht keine Probleme, keinen Sturz, keinen technischen Defekt nichts eben. Nur unsere Tankanlage machte uns schwer zu schaffen, beim zweiten Boxenstop ging die so schwer das wir zu zweit anreißen mussten um sie überhaupt zu bewegen. Ein alter bekannter Tankguru und gern gesehener Freund in unserer Box "Kartoffel" vom Team Bolliger half uns und wir kriegten das Teil mit etwas Aufwand wieder fit. So das wir auch hier im weiteren Rennen keinen Rückschlag hinnehmen mussten.

Doch nicht für alle Teams lief das Rennen so gut wie aus unserer Sicht, GMT94 musste mit einem defekten Motor das Rennen beenden, Diablo 666 mit defektem Getriebe, Team Bolliger nach schwerem Sturz, RMT21, X-One,… alle aus dem Rennen… doch auch viele französische Teams haben eine wahre Materialschlacht geliefert.

Bei uns jedoch lief alles glatt. Dank der guten Reifen von Michelin war das wechseln der Räder auch nicht bei jedem Stop notwendig, nur die Bremsen… wir mussten im Rennen zweimal die Bremsklötze wechseln. Alles in allem können wir mit unserem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Trotz zweier Stürze im Qualifying von Platz 32 in das Rennen gestartet verbesserten wir unsere Startposition um 13 Plätze und kamen auf dem 19 Gesamtrang ins Ziel, in der Superproduktionwertung erreichten wir den 7 Platz.

Die Zusammenarbeit mit dem Team Eurosport Benelux klappte super, an diese Stelle dafür auch herzlichen Dank an der Chef der Truppe Rob van Eijs und an sein Team!


Das Ende vom Lied;

Die Saison 2006 war aus der Sicht des Teams ein Erfolg, lediglich bei einem Rennen mit Getriebeproblemen ausgefallen haben wir die Saison ohne größere Schäden überstanden. Beim ersten Rennen in Assen gleich den 11. Gesamtrang erreicht und bei den 24 Stunden von Oschersleben sind wir auf das Podium gefahren (3.Platz Superproduktion). Alle Eigenentwicklungen und Veränderungen am Motorrad haben sich bewährt und mit ohne Probleme durchgehalten. Nachdem wir so die wichtigste Phase nach der Entwicklung überstanden haben kann es im nächsten Jahr mit voller Kraft weiter nach vorne gehen.

Unser Dank geht an alle Sponsoren und Gönner der Saison 2006. Ein besonderer Dank geht auch an jeden einzelnen des Teams, denn ohne die Jungs und Mädels wäre diese Saison nicht möglich gewesen! Danke auch an as Team Merkens Motoren Technik für die super Zusammenarbeit, sowie an das Bikers Journal für die tolle Berichterstattung!

Die kommende Zeit ist wie immer der Suche nach neuen Sponsoren gewidmet mit denen wir hoffentlich die nächste Saison wieder voll in Angriff nehmen können.